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Stadtarchiv
© Stadt Achim | Kai PurschkeDas Stadtarchiv Achim im Rathaus erfasst und bewertet das bei der Stadt Achim entstandene Schriftgut und übernimmt es, falls es archivwürdig ist. Dabei ist die Zuständigkeit auf das Schriftgut beschränkt, das sich auf das Stadtgebiet Achim bezieht. Natürlich gehören dazu auch die ehemaligen selbständigen Gemeinden Borstel (bis 1929), Baden, Bierden, Bollen, Embsen, Uesen und Uphusen (bis 1972). Es ist zu beachten, dass nur bereits geschlossene Akten nach einer Ruhezeit von 30 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden dürfen. Eine Zusatzaufgabe des Stadtarchivs besteht in der Sammlung bedeutender Archivalien der Regionalgeschichte
Die Anfänge der Geschichtsschreibung für Achim begannen 1754 mit J.H. Pratjes Nachrichten von der Gowgräfenschaft Achim. 1838 und 1846 verfasste der Achimer Arzt Dr. Windel ausführliche Beschreibungen über Land und Leute unserer Region. Ihm folgte 1892 der Journalist und Schriftsteller August Freudenthal mit ausführlichen Schilderungen in seinem Buch "Heidefahrten II".
Zur weiteren Aufarbeitung der Ortsgeschichte bestellte die Gemeinde Achim 1937 den Rektor der Volksschule, Ernst Richter zum Ortschronisten.
Nach dessen Tod übernahm 1966 Mittelschullehrer Horst Korte dieses Amt. Er begann mit der systematischen Auflistung der städtischen Altakten und dem Aufbau des Stadtarchivs. Dafür standen ihm seit Anfang 1967 zwei Räume im alten Landratshaus zur Verfügung. Später wurde das Archiv in die Kellerräume des ehemaligen Finanzamtes, der heutigen Kindertagesstätte Achim-Mitte, verlegt und Horst Korte wurde zum ehrenamtlichen Stadtarchivar ernannt.
Seit dem 21.02.1994 befindet sich das Stadtarchiv im Rathaus. Auf Horst Korte folgten als ehrenamtliche Stadtarchivare Karlheinz Gerhold (Geschichtswerkstatt Achim) und Günter Schnakenberg (Heimatverein Achim). 2016 wurde Helmut Köhler durch den Rat der Stadt Achim zum Nachfolger von Karlheinz Gerhold berufen. Günter Schnakenberg übte sein Amt bis 2023 aus. 2024 endete die Arbeit von Helmut Köhler im Stadtarchiv.
Aktuell wird das Stadtarchiv Achim hauptamtlich geleitet.
© Stadt Achim | Kai PurschkeBenutzung
Die Einsichtnahme in Archivalien ist grundsätzlich für jedermann möglich, der ein Interesse geltend macht. Eine Übersicht über unsere Bestände erhalten Sie hier.
Vor Einsicht benötigt das Stadtarchiv einen schriftlichen Antrag auf Auskunft. Diesen können Sie persönlich zu unseren Sprechzeiten, per E-Mail, per Brief (siehe Vordruck unter Dokumente am Ende der Seite) oder über unseren Online-Antrag stellen. Die Recherchen zu Anfragen nehmen in der Regel einige Zeit in Anspruch.
Die Archivalien werden nach Beratung durch das Archivpersonal nur im Nutzerzimmer oder Magazinkeller vorgelegt.
Auch Bücher der Präsenzbibliothek stehen zur Verfügung, können jedoch nicht ausgeliehen werden. Die Buchtitel zum Thema Achim und Umgebung können Sie hier recherchieren (Katalog der Stadtbibliothek Achim).
Während die Durchsicht älterer Archivalien in der Regel voraussetzt, dass deren augenblicklicher Erhaltungszustand dies zulässt, können jüngere Akten im Allgemeinen nur vorgelegt werden, wenn sie vor mehr als 30 Jahren geschlossen wurden.
Statt Fotokopien wird die Ablichtung gewünschter Archivalien mit der eigenen Digitalkamera empfohlen. Diese gilt besonderes für Beiträge aus den Zeitungsbänden.
Bestände
Etwa 120 Regalmeter Aktenstücke; einige reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück:
- Akten der Schulen, die früher der Kirche Achim unterstellt waren.
- Rezesse der Gemeinheitsteilungen des 19. Jahrhunderts;
- Zeitungsbände des Achimer Kreisblattes ab 1903;
- Auszüge aus dem Achimer Kreisblatt bereits ab 1878;
- über 300 Bände zur Geschichte Achims und der Region;
- Land- und Flurkarten (zum Teil Kopien);
- Protokollbücher der Gemeinderäte bis 1972;
- einige Nachlässe und Deposita;
- Protokollbücher einiger Achimer Vereine.
Als bemerkenswerte Bestände sind zu nennen:
- Das älteste Schriftstück ist die Nachricht über die Stiftung des ersten Schulgebäudes aus dem Jahr 1599 durch den Gohgräfen Lüder Clüver.
- Die Originalschriften der "Windel Chronik", einer Gohgerichts- und Ortsbeschreibung das Achimer Arztes Dr. Windel aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
- Ein Judenschutzbrief aus dem Jahre 1785.
- Die Urkundenedition des Erpold Lindenborg aus dem Jahre 1607, die auch die Urkunde des Erzbischofs Liemar mit der ersten urkundlichen Erwähnung Achims aus dem Jahre 1091 enthält.
- Ein Depositenbuch des Gohgerichts Achim über die Jahre 1769 bis 1832.
Aufruf - Rettet wertvolle Archivalien
Das Stadtarchiv beabsichtigt, sich auch verstärkt privater Nachlässe, Dokumente und Urkunden anzunehmen. Es passiert so oft, dass durch Haushaltsauflösungen, Umzüge oder Aufräumaktionen oder auch durch Wechsel im Vorstand Achimer Vereine wichtige Quellen über das Leben in unserer Stadt vor vielen Jahren bis in unsere Zeit verloren gehen. Komplette Ordner mit wichtige Aufzeichnungen und Dokumenten landen oftmals im Altpapier-Container oder auf dem Sperrmüll! Dabei bietet das Stadtarchiv den richtigen Aufbewahrungsort für private Nachlässe, Firmennachlässe, Protokollbücher von Vereinen, Fotos, Urkunden usw..
Das Stadtarchiv befindet sich im ersten Obergeschoss des Rathauses in Raum 150A.© Stadt Achim | Kai PurschkeDas Stadtarchiv befindet sich im 1. Stock des Achimer Rathauses (auch mit dem Fahrstuhl erreichbar) im Raum 150A. Wenn Sie das Rathausfoyer durch den Haupteingang betreten, sehen Sie gegenüberliegend die Treppe nach oben, links davon befindet sich der Fahrstuhl. Im ersten Obergeschoss angekommen, halten sie sich rechts, sodass sie von oben ins Foyer schauen können. Am Ende des Ganges gehen Sie wieder rechts, dann finden Sie das Stadtarchiv ein paar Meter weiter auf der rechten Seite.
Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail:
Organisationseinheiten
| Stadtarchiv | |
| Rathaus Achim Obernstraße 38 28832 Achim E-Mail: stadtarchiv@stadt.achim.de | Sprechzeiten: Dienstag: 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr Donnerstag: 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr Telefonisch erreichbar ist das Stadtarchiv zu den Sprechzeiten unter: 04202/9529-140 Das Stadtarchiv ist im Rathaus in Raum 150 A zu den Sprechzeiten zu erreichen. |

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