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Förderung des Insektenschutzes auf stadteigenen Grundstücken
Die Stadt Achim legt Blühstreifen an, um den Insektenschutz zu fördern.© via CanvaEnde 2018 hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Achim beschlossen, stadteigene Flächen (unter anderem ungenutzte Spielplätze) zu mehrjährigen Blühstreifen bzw. -flächen umzugestalten. Außerdem sind der Insektenschutz und dessen Förderung im Ziel- und Maßnahmenpaket zum Klimaschutz der Stadt Achim verankert worden.
So kam es im Jahr 2019 zur ersten Einsaat von Wildblumenmischungen und mehrjährigen Bienenfutterpflanzen auf insgesamt acht Flächen mit einer Gesamtgröße von knapp 3.400 Quadratmetern. Im Jahr 2020 kamen vier weitere Flächen (Gesamtgröße: rund 560 Quadratmeter), 2021 drei zusätzliche Flächen (1.100 Quadratmeter) sowie 2022 zwei Bereiche mit insgesamt 1260 Quadratmetern dazu. 2023 erfolgt die Einsaat auf zwei Flächen auf dem Gelände der Achimer Kläranlage mit einer Gesamtgröße von rund 4300 Quadratmetern, sodass dann rund 10.000 Quadratmeter (1 Hektar) mit den insgesamt 19 Blühstreifen neu geschaffen wurden. Im Jahr 2025 kamen zwie weitere Flächen hinzu.
Hinweis: Eine Übersicht darüber, wo sich die Blühstreifen im Stadtgebiet befinden und wie groß ihre Fläche jeweils ist, finden Sie im PDF-Dokument weiter unten auf dieser Seite.
Das Saatgut
Bei der Auswahl des Saatgutes wird auf mehrjährige Mischungen geachtet. Ausgesät wurde die Wildblumenmischung aus dem Förderprogramm des Landkreises Verden, Bienenfutterpflanzen des Herstellers Kiepenkerl, sowie
zertifiziertes Regiosaatgut der Hersteller Rieger-Hofmann und Saaten-Zeller. Die Entwicklung der Blühstreifen wird durch ein jährlich in den Sommermonaten stattfindendes Monitoring beobachtet und hiervon Pflegemaßnahmen abgeleitet.
Blühstreifen wie hier in Badenermoor legt die Stadt Achim auf stadteigenen Grundstücken angelegt, um den Insektenschutz zu fördern.© Stadt AchimDas Monitoring
Das jüngste Monitoring wurde zwischen im Juni und Juli 2025 durchgeführt. Größtenteils entwickeln sich die Flächen weiterhin gut und es konnte eine hohe Insektenaktivität im Bereich der Blühstreifen wahrgenommen werden. Die große Bandbreite an blühenden Pflanzen wie Gewöhnliche Schargarbe (Achillea millefolium), Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), Wilde Möhre (Daucus carota), Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum), Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare), Gewöhnliches Leimkraut (Silene vulgaris) oder auch Löwenzahn (Taraxacum sp.) locken viele Insekten an und tragen so zur Biodiversität bei. Gleichzeitig bietet sich erneut ein schöner Anblick.
Die Vergrasung
Auf einigen Flächen stellt sich die zu erwartende Vergrasung ein, welche den Blühaspekt zunehmend reduziert. Bei mehreren Blühstreifen (Friedhof Bierden, am Birkenhof, am Parkfriedhof und am Nachtigallenweg) ist durch die Vergrasung der Blühaspekt sehr schlecht ausgeprägt ist und der Blühstreifen als solcher nicht mehr zu erkennen.
Trotz Vergrasung konnten zusammengenommen über 100 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen werden und auf einzelnen Flächen (z.B. Fasanenstraße/Eichenallee) umfasste das Artenspektrum bis zu 30 verschiedene Pflanzen.
Die Bewertung
Die Entwicklung der Blühstreifen ist insgesamt als positiv zu bewerten. Es zeigt sich ein vielfältiges Artenspektrum, das dem Erhalt und der Förderung der Insekten zugutekommt. Auch die Abundanz der Arten aus den Saatgutmischungen ist wieder ausreichend. Die zunehmende Vergrasung auf einigen Flächen ist als normale Entwicklung anzusehen, der mit einem früheren Mahdzeitpunkt und einer Nachsaat entsprechender Blühmischungen entgegengewirkt und der Blühstreifen damit erhalten werden kann. Lediglich die zwei neu angelegten Blühstreifen auf dem Gelände des Friedhof Bierden können durch die angesprochenen Pflegemaßnahmen nicht langfristig erhalten bleiben.
Das weitere Vorgehen: Neue Flächen
In Zusammenarbeit mit weiteren Zuständigen wird fortlaufend geprüft, ob sich Blühstreifen im Bereich von Regenrückhaltebecken und in weiteren Bereichen etablieren lassen -auch auf temporär ungenutzten Flächen. Im Herbst 2025 kam/kommt es zur Neuanlage zweier Blühflächen - an der Steubenallee/Ecke Danziger Straße sowie im Straßenbegleitgrün vor dem Freibad Achim. Für alle neuen Blühstreifen wird zertifiziertes Regiosaatgut der Hersteller Saaten-Zeller und Rieger-Hofmann mit standortspezifischen, heimischen Arten aus der Ursprungsregion 01 ‚Nordwestdeutsches Tiefland‘ verwendet.


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