Im Jahr 2025 (Stand: 27. Dezember) wurde die Achimer Ortsfeuerwehr zu insgesamt 152 Einsätzen alarmiert. Damit bewegt sich das Einsatzaufkommen auf dem stabil hohen Niveau der Vorjahre. Rein statistisch bedeutet dies für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Schnitt drei Alarmierungen pro Woche.
Kontinuierliche Belastung übers ganze Jahr verteilt
Bemerkenswert ist in diesem Jahr die Verteilung der Einsätze: Während in der Vergangenheit oft extreme Unwetterlagen für kurzzeitige Einsatzspitzen sorgten, verteilte sich die Belastung 2025 kontinuierlich über das gesamte Jahr. Dies forderte von denKameradinnen und Kameraden eine hohe Ausdauer, da die Einsatzbereitschaft – neben Beruf und Familie – ohne längere Ruhephasen gefragt war.

Mit einem Carportbrand am 1. Januar begann das Jahr 2025 für die Ortsfeuerwehr Achim.© Kreisfeuerwehr Verden Das Jahr 2025 begann unmittelbar mit einem größeren Einsatz. Am 1. Januar 2025 wurde die Ortsfeuerwehr Achim zusammen mit der Ortsfeuerwehr Bierden und Uphusen zu einem Carportbrand im Stadtteil Uphusen gerufen. Mehrere Pkw standen in Vollbrand, die enorme Hitzeentwicklung hatte bereits zwei Schichten einer dreifach verglasten Fensterscheibe am angrenzenden Wohnhaus bersten lassen. In letzter Sekunde gelang es, ein Übergreifen zu verhindern.
Ein unverzichtbares Werkzeug war auch 2025 wieder die Drehleiter, die das am
häufigsten eingesetzte Fahrzeug der Wehr bleibt. Neben Amtshilfen für den
Rettungsdienst leistete die Wehr regelmäßig überörtliche Löschhilfe. Besonders fordernd war hierbei ein Großbrand im Juni in Oyten/Sagehorn, bei dem Menschenleben in Gefahr waren.
Weitere markante Ereignisse im Stadtgebiet waren:
● März: Ein brennender Abfallbehälter im Rathaus Achim sorgte für eine
gefährliche Verrauchung des Verwaltungsgebäudes.
● Mai: Ein größerer Wald- und Flächenbrand in Baden erforderte einen
massiven Wassereinsatz. Unter anderem mittels des TLF 4000 und
diversen Pufferspeichern wurde die Wasserversorgung sichergestellt.
Ebenfalls eingesetzt waren das GTLF mit 30.000 Litern Wasser und der ELW 2
der Kreisfeuerwehr Verden, der Mittels seiner Drohne mit eingebauter
Wärmebildkamera die Lage von oben überprüfte.
● August: Während der Verleihung der Hochwassermedaille in Baden wurde
die Wehr gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Baden zu einem Wohnungsbrand im Heimstättenweg alarmiert. Durch die räumliche Nähe der Einsatzkräfte
konnten die ersten Einsatzkräfte binnen weniger Minuten vor Ort sein.
Glücklicherweise wurden trotz der zunächst gemeldeten Personen im
Gebäude keine Schwerverletzten beklagt.
Generationswechsel in der Führung

© Stadt Achim | Kai Purschke Das Jahr 2025 markiert zudem das Ende einer Ära. Nach fast drei Jahrzehnten an der Spitze verabschiedete die Wehr ihren Ortsbrandmeister Thomas Köster und seinen Stellvertreter Ralf Mühlenstedt aus dem aktiven Dienst. Thomas, der seit 1995 die Geschicke der Schwerpunktfeuerwehr leitete und rund 3.500 Einsätze koordinierte, übergab sein Amt ebenso wie Ralf, der seit 2003 als verlässlicher Stellvertreter fungierte.
Seit dem 1. Oktober 2025 liegt die Führung nun in neuen Händen: Wolfram „Paul“ Esser übernahm das Amt des Ortsbrandmeisters. Ihm zur Seite stehen mit Marc Köster und Kevin Marks zwei Stellvertreter aus der jüngeren Generation. Diese neue Führungsspitze vereint langjährige Erfahrung mit frischen Impulsen aus der nachrückenden Generation.
Neuer Einsatzwagen und ein Tag der offenen Tür
Auch im Fahrzeugpark gab es eine Neuerung: Im Sommer konnte die Wehr einen neuen Einsatzleitwagen (ELW) in Dienst stellen. Ein besonderer Höhepunkt für die Öffentlichkeitsarbeit war unser Tag der offenen Tür am 28. September. Die überwältigende Besucherzahl und das große Interesse an den Vorführungen haben uns gezeigt, wie groß das Interesse der Menschen in Achim an “ihrer” Feuerwehr ist.
Besonders erfreulich: Die Ortsfeuerwehr Achim konnte zahlreiche neue Kameradinnen und Kameraden gewinnen, die bereits tatkräftig an den Übungsabenden teilnehmen und bald ihre Grundlagenausbildung beginnen. Abschließend dankt die Ortsfeuerwehr Achim den Bürgerinnen und Bürgern für das Vertrauen, der Stadtverwaltung für die Unterstützung und vor allem den Familien unserer Einsatzkräfte, ohne deren Rückhalt dieser ehrenamtliche Dienst nicht möglich wäre.
[Text: Hauke Stelzer, Pressewart Ortsfeuerwehr Achim]


Folgen Sie uns auf