
© via Canva Die Stadt Achim möchte das Achimer Hallenbad, das nun seit etwa einem Jahr kernsaniert wird, so schnell wie möglich wieder öffnen. Das war schon immer das Ziel, das sich aufgrund von Überraschungen im Altbestand des 50 Jahre alten Bades sowie handwerklichen Fehlern leider bisher nicht erreicht werden konnte. Das liegt auch an den Abhängigkeiten der einzelnen Gewerke und Abläufe, von denen rund 100 koordiniert werden mussten.
Die Stadt Achim hofft nun, Mitte April dieses Jahres das Hallenbad wieder in Betrieb nehmen zu können. Wann genau das der Fall sein wird, darüber informiert die Stadt Achim dann, wenn die aktuelle Testphase erfolgreich abgeschlossen werden konnte – das ist bislang nicht der Fall.
„Der Gesamtverlauf ist für uns alle sehr unbefriedigend, insbesondere für alle Nutzenden unseres Hallenbades. Das ist aber nicht die Schuld der Stadt Achim oder ihrer Fachleute“, betonen Bürgermeister Rainer Ditzfeld und Fachbereichsleiter Steffen Zorn. Sie mussten jetzt die alternativlose Entscheidung einer erneuten Verschiebung der Inbetriebnahme treffen. Denn erst nach dem Füllen des Schwimmerbeckens und des Wirkens der tonnenschweren Last sowie der unterschiedlichen Temperaturen auf die neue, aus verschweißten Einzelteilen bestehende Edelstahlauskleidung sowie auf den umzu befindlichen Altbestand, traten Mängel zutage.
Zunächst hatte in der Testphase mit befülltem Schwimmerbecken die Dichtung einer neuen Wasserzuleitung versagt. In der weiteren Testphase wurden nun auch noch weitere, wenn auch geringe Wasseraustritte im Zwischenbereich zwischen dem Altbestand und der neuen Edelstahlauskleidung entdeckt. Um diese reparieren zu können, müssen die tausende Liter Wasser erst aus dem Becken gelassen werden. Nach der Reparatur muss das Becken dann neu befüllt und das Wasser erst wieder auf Betriebstemperatur gebracht werden. Allein das Befüllen und Ablassen des Wassers dauert jeweils bis zu vier Tage. Alle Mängel werden auf Kosten der beteiligten Baufirmen behoben, die auch die sonstigen entstehenden Mehrkosten übernehmen.
„Die Alternative wäre gewesen, nun das Bad um jeden Preis zu öffnen und die neu entdeckten Schäden erst bei der nächsten anstehenden Revision zu beheben. Angesichts der hohen Investitionssumme an Steuergeldern wollten wir aber nicht das Risiko von möglichen Folgeschäden eingehen“, begründen Ditzfeld und Zorn die Entscheidung der Stadt Achim, das Bad erst dann zu öffnen, wenn alles in Ordnung ist und dafür noch eine weitere Verzögerung in Kauf zu nehmen.
Die Nutzergruppen sind von der Stadt Achim ebenso wie der Landkreis Verden und die Ratsfraktionen direkt über den Stand der Dinge informiert und auf dem Laufenden gehalten worden. Das mittlerweile 50 Jahre alte Bad befindet sich im Eigentum des Landkreises Verden und wird von der Stadt Achim betrieben. Die Kosten für die Kernsanierung in Höhe von 3.,7 Millionen Euro teilen sich die Beiden.
(kap)

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