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Die Vorstände beider Vereine sollen jetzt Details der Fusion klären, um zum 1. Januar eine Verschmelzung zu ermöglichen.
Achim – Die Fusion des Turnvereins Baden (TV) mit dem Sportverein Baden (SV) rückt näher. Einstimmig erteilten jetzt die 25 zur außerordentlichen Hauptversammlung erschienenen Mitglieder des TV ihrem Präsidium den Auftrag, Verhandlungen mit dem Vorstand des SV mit Blick auf eine Verschmelzung vorzunehmen. Zuvor hatten schon die SV-Mitglieder einen entsprechenden Beschluss gefasst. Als Vereinigungstermin ins Auge gefasst wird beidseitig der 1. Januar des kommenden Jahres.
TV-Vorsitzender Helmut Masemann erläuterte zunächst, zum Teil auf Nachfrage, die Eckdaten. Demnach habe der SV derzeit 370 Mitglieder, Fußballer und Tischtennisspieler. Im TV seien 1 554 Sportler verschiedenster Kategorien registriert. Mit der Integration der SVler, was automatisch ohne gesonderten Aufnahmeantrag erfolgen würde, würden diese in das Beitragstableau des TV Baden übernommen.
Zweifelsohne ist das ein wichtiger Schritt für unseren Verein. Letztlich profitieren alle davon, wenn wir das vereinsmäßige Sporttreiben und die zugehörige Verwaltungstätigkeit im Ort bündeln.
Das wären beispielsweise 144 Euro jährlich für erwachsene Einzelpersonen und 312 Euro für Familien (der SV liegt derzeit bei 132 Euro für Einzelpersonen und 174 Euro für Familien).
„Die Mehrkosten rechnen sich für viele“, meinte Masemann. „Die ehemaligen SV-Aktiven können alle Angebote des TV nutzen, beispielsweise das Vereinsheim, den Fitnessraum, die Dienstleistungen der Geschäftsstelle und vor allem alle Sportarten.“
Dazu Mirko Wiedemann, bis vor einigen Monaten SV-Vorsitzender und als Gast bei der Versammlung anwesend: „Unseren Mitgliedern und vor allem den Familien mit Kindern war es nicht mehr zu vermitteln, dass sie oftmals für zwei Vereine Beitrag bezahlen müssen. Ein Kind spielt Fußball, das andere Hand- oder Volleyball.“ Auch wenn ein Kind einmal beides ausprobiere, müsse es sofort doppelt zahlen. Das Gleiche gelte für Familien. „Papa spielt in der U40 Fußball oder Tischtennis, Mama geht zur Gymnastik. Bezahlt wird zweifach.“
Und das in einem kompakten Dorf mit zwei Vereinen. „Das ist nicht mehr zeitgemäß.“ Wiedemann stellte zudem fest: „Der SV Baden steht finanziell auf gesunden Beinen und wird den TV nicht durch versteckte Kosten belasten.“
In die gleiche Kerbe schlug TV-Boss Helmut Masemann: „Zweifelsohne ist das ein wichtiger Schritt für unseren Verein. Letztlich profitieren alle davon, wenn wir das vereinsmäßige Sporttreiben und die zugehörige Verwaltungstätigkeit im Ort bündeln. Der TV erhält letztlich zwei neue Sparten. Schließlich müssen sich alle Vereine in Zeiten stärkeren Wettbewerbs durch andere Institutionen, beispielsweise Fitnessstudios, zukunftsfähig aufstellen.“
Masemann weiter: „Mit der Verschmelzung würden auch die Immobilen des SV auf dem Sportplatz in den Besitz des TV übergehen, wenngleich das Umkleidehäuschen und die sogenannte Ballerbude weiter vorrangig von den Fußballern genutzt werden würden. Das eigentliche Sportplatzgelände bleibt natürlich städtisches Eigentum.“
Über Einzelheiten der Aktion, beispielsweise in welcher Form die Altpapiersammlung des SV fortgesetzt wird, wohin Bandenwerbungserlöse fließen oder wer das fällige Rasensprengen auf dem SV-Platz übernimmt, müssen die Vorstände beider Vereine jetzt intensiv beraten. Dann kann von nochmaligen getrennten und außerordentlichen Mitgliedersammlungen das endgültige Okay für das ausgearbeitete Vertragswerk und damit die Verschmelzung erteilt werden.
Ob nach erfolgtem Zusammenschluss der Name TV bleibt oder, wie auf der Versammlung von einigen Mitgliedern ins Gespräch gebracht, in TSV umgewandelt wird, ist derzeit allerdings noch kein Thema. Helmut Masemann, der dieser Umbenennung eher kritisch gegenüberstand: „Darüber wird gegebenenfalls eine der künftigen Jahreshauptversammlungen entscheiden.“
Quasi überhaupt nicht berührt von der Fusion wird die Jugendabteilung. Die SV-Nachwuchskicker firmieren bereits mit einem Nachbarverein unter JSG Baden/Etelsen. Das wird dem Vernehmen nach so bestehen bleiben.