Umschreibung Auslandsfahrerlaubnis

Ansprechpartner/in beim Landkreis Verden
Führerscheinstelle Standort anzeigen
Lindhooper Straße 67
27283 Verden (Aller)
Telefon: 04231 15-0

Allgemeine Informationen

Hinweise zur Gültigkeit ausländischer Fahrerlaubnisse

Inhaber einer ausländischen Fahrerlaubnis dürfen grundsätzlich auch in Deutschland die entsprechenden Kraftfahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr führen. Die Berechtigung gilt nicht für Lernführerscheine oder vorläufige Führerscheine. Sie gilt insbesondere auch nicht für Personen, die zum Zeitpunkt des Erwerbs der ausländischen Fahrerlaubnis ihren Wohnsitz in Deutschland hatten oder denen in Deutschland das Führen von Kraftfahrzeugen verboten ist. Auf die Staatsangehörigkeit des Inhabers kommt es dabei nicht an.

Inhaber einer Fahrerlaubnis aus Staaten der EU und dem EWR:
Eine Pflicht zur Umschreibung einer EU- oder EWR-Fahrerlaubnis gibt es nicht. Der Inhaber kann damit unbefristet in Deutschland fahren. Die befristete Gültigkeit deutscher Fahrerlaubnisklassen (C, C1, D) gilt dabei auch für die ausländische Fahrerlaubnis.

Inhaber einer Fahrerlaubnis außerhalb von Staaten der EU oder dem EWR:
Mit dem ausländischen Führerschein dürfen in Deutschland vorübergehend Kraftfahrzeuge geführt werden. Wird der Wohnsitz nach Deutschland verlegt, besteht diese Berechtigung grundsätzlich noch 6 Monate. Danach ist für die weitere Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr eine deutsche Fahrerlaubnis notwendig.

Umschreibung einer ausländischen Fahrerlaubnis

Ausländische Fahrerlaubnisse können unter bestimmten Voraussetzungen in eine deutsche Fahrerlaubnis umgeschrieben werden. Bei der Umschreibung ausländischer Fahrerlaubnisse wird unterschieden zwischen

  • Fahrerlaubnissen, die in Staaten der Europäischen Union (EU) und den übrigen Vertragsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) ausgestellt sind (s. EU- und EWR-Staatenliste),
  • den privilegierten Fahrerlaubnissen (s. Staatenliste) und
  • den übrigen ausländischen Fahrerlaubnissen aus sog. "Drittländern".

Führerscheine aus den EU- und den EWR-Staaten werden ohne Ablegung einer Prüfung umgeschrieben. Ob und ggf. welche Prüfung für die Umschreibung einer privilegierten Fahrerlaubnis notwendig ist, kann der "Staatenliste" entnommen werden. Die übrigen Führerscheine aus den sog. "Drittstaaten" werden nur nach Ablegung einer vollständigen Prüfung umgeschrieben.

Antragsunterlagen:
Für die Umschreibung einer ausländischen Fahrerlaubnis benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Antrag auf Fahrerlaubnis (pdf-Formular, s. u.)
  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • ein aktuelles Lichtbild (45 x 35 mm), biometrisch
  • Original-Führerschein
  • bei privilegierter Fahrerlaubnis: ggf. Prüfbescheinigung

zusätzlich bei Fahrerlaubnissen aus "Drittstaaten" für Klasse A, A2, A1, B, BE, AM, T, L:

  • Sehtestbescheinigung oder Zeugnis über die augenärztliche Untersuchung (nicht älter als zwei Jahre)
  • Bescheinigung über Schulungsteilnahme "Sofortmaßnahmen am Unfallort". Schulungsstellen finden Sie hier.
  • Übersetzung des ausländischen Führerscheins

für Klasse C, CE, C1, C1E:

  • ärztliche Bescheinigung oder augenärztliches Zeugnis über die Untersuchung des Sehvermögens (nicht älter als zwei Jahre)
  • ärztliche Bescheinigung über die körperliche und geistige Eignung (nicht älter als ein Jahr)
  • Bescheinigung über Schulungsteilnahme "Erste Hilfe". Schulungsstellen finden Sie hier.
  • Übersetzung des ausländischen Führerscheins

Gebühren:
Die Gebühren für die Umschreibung einer ausländischen Fahrerlaubnis betragen bei EU- und EWR-Fahrerlaubnis:

  • 35,80 Euro für Ersterteilung mit Probezeit
  • 35,00 Euro für Erteilung oder Erweiterung ohne Probezeit

Die Gebühren für die Umschreibung einer ausländischen Fahrerlaubnis betragen bei allen übrigen ausländischen Fahrerlaubnissen:

  • 43,40 Euro bei Ersterteilung mit Probezeit
  • 42,60 Euro bei Erteilung oder Erweiterung ohne Probezeit

Kontakt:
Ansprechpartner und Öffnungszeiten

Zurück

weiterlesen